Geschichte Dachstein

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Im Jahre 1925 gründete Anton Lintner eine Schuhmacherei in Molln/Oberösterreich und gab ihr den Namen der Gebirgsgruppe Dachstein. 1947 übernahm der gleichnamige Sohn die Schuhmacherei und nach nur wenigen Jahren wurde daraus 1954 eine industrialisierte Fertigung für Schuhe. Man spezialisierte sich auf Ski- und Bergschuhe und erreichte 1958 eine Produktionskapazität von sage und schreibe 2.000 Paar pro Tag.

1970 begann Dachstein mit der Herstellung von Schalenskischuhen im Spritzgussverfahren, wobei bis 1976 die gesamte Skischuhpalette auf diese neue Produktionsmethode umgestellt wurde. Mit diesem Verfahren und dem Einstieg in den Skirennsport war der Weg für vielfache sportliche Erfolge frei. 1977 Gewinn des Abfahrts-Weltcup der Damen, 1978 zwei Gold- und eine Bronze-Medaille bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften in Garmisch, 1980 bei den olympische Spielen in Lake Placid zwei Gold- und eine Silber-Medaille. Als 1979 die Produktpalette auf Langlauf-, Freizeit- und Joggingschuhen erweitert wurde, wuchs die Serienproduktion erstmals über die Schallmauer von 1 Millionen Paar Schuhe pro Jahr hinaus. Neue Innovationen wie die PU-Sohlentechnologie wurden eingeführt und 1982 wurde die Basis für die heutigen Wanderschuhe gelegt.

Um 1985 war der Bekanntheitsgrad der Marke Dachstein auf ihrem Höhepunkt und lag in Österreich bei über 90%. Der neue Impuls in den Skischuhmarkt war 1988 das von Dachstein lancierte Skischuhsystem der Zukunft: Zentraleinstieg hieß damals die neue, sportliche Lösung. Dachstein firmierte nach dem Zusammenschluss mit Kneissl in die Kneissl Dachstein Sportartikel GmbH, die ein Jahr später in die Kneissl Dachstein Sportartikel AG umgewandelt wurde. Zu dieser Zeit wurden Dämpfungsinnovationen für Bergschuhe entwickelt, die weltweit als Soft Step – Sohlensysteme bekannt sind.

Nach langer Entwicklungszeit wurde 1997 wieder ein neuer Skischuh vorgestellt, der eine auf Carving Skier ausgerichtete Sohlentrimmung erlaubte. 1998 stieß die Raichle Boots AG aus der Schweiz – die die gleichen Produktlinien wie Dachstein führte – zu der Kneissl Dachstein Gruppe. Das neue Markenkonzept in der Kneissl and Friends - Gruppe, die aus der Kneissl Dachstein AG hervorging, sah eine Produktausrichtung auf die Marken Kneissl, Raichle und der neuen Marke DEELUXE vor. Diese Strategie wurde im Jahr 2000 umgesetzt. Dachstein spielte nur noch eine untergeordnete Rolle und wurde ausschließlich über den Versandhandel vertrieben.

Die im Dezember 2002 gegründete Deeluxe Sportartikel Handels GmbH hat mit 01. April 2003 die Marken- und Vertriebsrechte für Dachstein Schuhe erworben. Eine neue Kollektion konnte bereits im Sommer 2003 dem Handel präsentiert und in den darauffolgenden Jahren optimiert, ausgebaut und um eine Bekleidungslinie erweitert werden.
Seit 2006 bestimmen die Schlagworte Komfort, Gesundheit und Sicherheit das Produktangebot bei Dachstein und führten zur Entwicklung zweier revolutionärer Neuheiten:
Dem Schnellschnürsystems „Lace Smart“ und der „ortho-tec® Sohle“ mit geringem Gewicht sowie hervorragendem Abrollverhalten. Die neue Sohle bildete überdies im Jahr 2007 die Grundlage für die Entwicklung eines speziell für Prothesenträger geeigneten Schuhs, der nach intensiver Marktforschung und diversen Testreihen im Jahr 2008, in Kooperation mit dem deutschen Gesundheitsunternehmen medi 2009 mit großem Erfolg in den Markt eingeführt wurde.